Die Stadtführer*in

Release die Stadtführer*in fotografiert von Marie Laforge
©Marie Laforge

Das war unser Release

Die Stadt ist unser Alltag, aber die Stadt ist kein neutraler Ort.
Die Stadtführer*in ist ein Magazin, das Perspektiven, Gefühle, Geschichten und Orte sichtbar macht, die in konventionellen Stadtführern und auf Stadtplänen nicht vorkommen.

Von den tollen Printexemplaren waren alle 200 Exemplare, die auf dem Release angebotenen wurden, schnell verteilt, es waren so viele Menschen da, das wir sogar leider nicht für jede*n eins hatten!
Die restlichen 200 dieser ersten Auflage liegen in der Stadt Köln verteilt an unterschiedlichen Orten.

Hier eine Liste der Plätze, wo ihr die Stadtführer*in lesen, oder auch auf Spendenbasis erhalten könnt:

  • Liebigstraße 257 ・ Ehrenfeld ・ noch zwei Exemplare vorhanden
  • Café Goldmund ・ Ehrenfeld ・ Leseexemplar
  • BüZe ・ Bürgerzentrum Ehrenfeld
  • Kat18 ・ Südstadt
  • Der andere Buchladen ・ Sülz ・ alle Exemplare vergriffen
  • Jugendzentrum ・ Meschenich
  • trash chic ・ Kalk Kapelle
  • Kölner Stadtbibliothek ・ Kalk
  • Kulturbunker ・ Mühlheim
  • Alte Feuerwache, M*treff ・ Agnesviertel
  • Zwoo-Büdchen ・ Agnesviertel & Ehrenfeld
  • Kölner Stadtbibliothek ・ Innenstadt ・ alle Exemplare vergriffen
  • Köln Kiosk ・ Belgisches Viertel ・ Leseexemplar
  • Theater im Bauturm ・ Belgisches Viertel ・ Leseexemplar
  • Giovanna Kaffee ・ Innenstadt ・ Leseexemplar
  • Altenbergerhof ・ Bürgerzentrum Nippes

Was hat Stadt mit Patriarchat zu tun?

Wir leben in Städten, die Stadt ist unser Alltag, aber die Stadt ist kein neutraler Ort.

Das zeigt sich zum Beispiel an der Höhe der Sitze an der Bushaltestelle, die an der Durchschnittsgröße eines cis-Manns ausgerichtet ist, an der Wohnungsmarktpolitik,
daran, wie und an welche Stadtpersönlichkeiten erinnert wird, wie verschiedene Körper wahrgenommen und kommentiert werden und was das für die betroffenen Personen bedeutet,
daran, an welchen Bedürfnissen, Lebenslagen und Körpern sich die Gebäudeplanung und auch die städtische Infrastruktur orientieren.

„Räumliche Strukturen sind eine Variante gesellschaftlicher Strukturen.“ (Löw 2017, 217)

Patriarchale und sexistische Strukturen sind in die Stadt eingeschrieben. Die Stadt als Raum, in dem Diskriminierungen und Grenzüberschreitungen stattfinden. Die Stadt als Störfaktor, der selbst diskriminiert und ausschließt. Diese Strukturen zeigen sich auch auf konventionellen Stadtplänen, die oftmals die dominanten patriarchalen Sichtweisen auf Stadt reproduzieren, anstatt sie zu kritisieren.

Wir machen diese städtischen Strukturen sichtbar, indem wir einen alternativen Stadtplan erstellen: Wir wollen nicht mehr nur den Kölner Dom auf Stadtplänen sehen, sondern eure Perspektiven, Gefühle, Erinnerungen und Orte abbilden.

Wie wir arbeiten

Wir sind Redakteur*innen, Projektmanager*innen, Ansprechpartner*innen, Zuhörer*innen und Ideenstifter*innen. Als Kernteam und Redaktion begleiten und kuratieren wir das Projekt, beschäftigen uns mit queerfeministischer Kritik an Stadt und Raum, lesen, recherchieren, treten in Kontakt, fragen nach, tragen zusammen und  lektorieren.
Wir wollen stören. Die Stadt Köln herausfordern. Unruhe stiften. Horizont(e) erweitern. 

„Sobald unsere Städte gebaut sind, formen und beeinflussen sie soziale Beziehungen, Macht, Ungleichheit und […] ihre Form unterstützt die Festlegung der Bandbreite von Möglichkeiten für Individuen und Gruppen.“ (Kern 2020, 21)

Dabei ist es unser Ziel, so machtkritisch wie möglich zu arbeiten. Das bedeutet, dass

1. wir uns explizit für eine antirassistische und dekoloniale Haltung und queerfeministische intersektionale Perspektiven einsetzen.
2. wir mit den Grenzen unseres Wissens bewusst umgehen und daran arbeiten: umso mehr sind wir auf eure Ideen, Anregungen, Perspektiven und Beiträge angewiesen.
3. ihr entscheidet, ob und wie euer Beitrag geteilt und dargestellt wird. Gemeinsam arbeiten wir an der inhaltlichen und grafischen Gestaltung der Stadtführer*in.  
4. unser Projekt aktive (Ver-)Lernprozesse voraussetzt. Wir wollen uns mit der eigenen Verstrickung in Machtstrukturen, erlernten Bildern und Stereotypen, unseren Privilegien, unseren Ressourcen und Unsicherheiten auseinandersetzen. 

Kooperationen & Förderungen

M*treff I Raum für junge Frauen* und Queers in der Alten Feuerwache Köln

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes NRW und Soziokultur NRW

Gefördert durch den Fonds Soziokultur aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen

Unterstütze das Projekt

Möchtest du unser Projekt mit einer Spende unterstützen?

Sobald wir genug Spenden gesammelt haben, geht die zweite Auflage in den Druck!

Paypal: diestadtfuehrerin@posteo.de

Kontoinhaberin: Katharina Tillmann
IBAN: DE33 4306 0967 1157 8027 00

Verwendungszweck: Spende Magazin Die Stadtführer in